Hühner & Enten

Bertl und seine Damen

(Alter: 1 bis 3 Jahre, Rassen: Sussex, Deutscher Sperber, Königsberger Blue, Marans, Grünleger und Hybridhühner)

Mein Name ist Bertl! Ich bin der Hofhahn und mit Sicherheit der lauteste und stolzeste Hofbewohner! Das kann man mir nicht verdenken, bin ich doch das Oberhaupt eines ganzen Harems. Die Hendldamen Heidi, Gretl und Lady Gaga liegen mir besonders am Herzen, aber auch all meine anderen Hennen umschwärme ich und bin immer auf der Suche nach gutem Futter für sie, obwohl wir ohnehin von Marianne hühnergerechte Nahrung bekommen. Aber was tut man nicht alles, um die Damen glücklich zu machen? *gacker* Hier am Hof geht es uns wirklich prächtig und wir können die teilweise schlechten Erfahrungen aus unserer Vergangenheit in Massentierhaltung vergessen. Wir haben voriges Jahr einen neuen, prächtigen Hühnerpalast bekommen, in dem wir vor allem nachts residieren und vor dem Fuchs in Sicherheit sind. Tagsüber sind wir am Hof unterwegs und fast täglich legen meine Hennen BIO-Eier! Die Besucher - Kinder wie Erwachsene - lieben es unser geschäftiges Treiben zu beobachten und gerne machen wir auch bei den Erlebnispädagogik- und Therapieeinheiten mit!

Trotz unserer täglichen Aufgaben, die wir Hühner so haben, sind einige meiner Damen besonders ehrgeizig und lieben es, mit Marianne zu trainieren. Dabei erkunden sie Gegenstände, trippeln freudig durch Spieltunnel und tänzeln über Stangen und Podeste! Das Training macht uns allen großen Spaß! Ich stolziere dann mit geschwellter Brust um sie herum und fühle mich einfach toll, weil ich so unbeschreiblich stolz auf meine intelligenten Damen bin!  *kikerikiiiii*

              

Die Laufenten Rodrigo und Herr Dolores

                                         

             

Hola, ich bin Rodrigo!

Ich bin ein Findelkind und man hat mich bei einem Osterspaziergang mutterseelenallein in meinem Ei auf einem Feld gefunden. Zum Glück kamen meine menschlichen Zieheltern vorbei, nahmen mich mit und haben mich, da sie ja selbst kein warmes Federkleid haben, 32 Tage lang am Heizkörper ausgebrütet. Am 21. April 2016 hab ich dann endlich das Licht der Welt erblickt – und blieb erstmal stundenlang ganz erschöpft liegen um mich auszuruhen. Am nächsten Tag war ich dann schon bei Kräften, konnte in einem Stück 3 Schritte gehen und lernte zu trinken und zu essen. Meine Zieheltern waren ganz stolz auf mich.

Nach vier Tagen brachten mir meine Eltern, mein Geschwisterchen, Dolores – denn alleine wäre es für mich sehr langweilig gewesen. Anfangs nervte mich Dolores, rannte mir dauernd nach und wollte sich an mich kuscheln - dabei kannte ich dieses aufdringliche Küken ja gar nicht! Aber schon nach ein paar Tagen gefiel mir Dolores immer mehr: es war einfach viel lustiger mit einem Geschwisterchen und wir unternahmen fortan alles nur mehr gemeinsam! Auch jetzt noch sind wir unzertrennlich!

Wir wuchsen schnell heran und da unsere Zieheltern keinen Garten hatten und wir nur auf der Terrasse in den Blumentöpfen stöbern konnten, suchten sie einen neuen Platz für uns. Zum Glück haben Sie Marianne und den Hof Schwechtabach und damit unser neues Zuhause gefunden! Dort gibt es so viel Neues für uns zu erleben! Mit den Schweinchen haben wir uns schon angefreundet, die finden wir sehr lustig! Auch Bruno und Aron mögen wir gerne – auch wenn wir noch ein bisschen ängstlich sind wenn sie auf uns zukommen. Aber wir werden sicher gute Freunde. Was wir auch besonders mögen ist, dass wir weiterhin viele Menschen um uns haben - denn in Eurer Gesellschaft fühlen wir uns am wohlsten! Setzt Euch mal zu uns - dann lassen wir uns auch gerne mal streicheln!

 "Herr" Dolores, comprende?

Ich bin El Dolores oder Herr Dolores, Halbbruder und bester Amigo von Rodrigo! Ihr fragt Euch jetzt sicher, warum ich einen Mädchennamen habe obwohl ich ein richtig groß gewachsener und schöner Erpel bin…. Meine unwissenden Adoptiveltern meinten, dass ich bestimmt ein weibliches Küken wäre, da ich so einen unglaublich bezaubernden Augenaufschlag hatte, daher auch Dolores! Aber mittlerweile sehen wirklich alle, dass ich ein richtiger Machoerpel bin! Jawohl, ein Draufgänger bin ich!

Da das nun klar ist, jetzt zu meiner Geschichte: Ich bin am 23. April 2016 geschlüpft und musste meine Entenmama die ersten beiden Lebenstage mit vielen piepsenden Geschwisterküken teilen. Nach 2 Tagen kamen meine Adoptiveltern und brachten mich zu Rodrigo. Ich fand ihn gleich sympathisch und suchte sofort seine Nähe. Ich glaube er war anfangs etwas schüchtern und lief mir immer davon. Ich verstand nicht warum, denn Entenküken kuscheln doch immer ganz dicht aneinander. Naja dachte ich mir, jeder hat halt seine Eigenheiten, aber ich gab nicht auf, bis ich nach Tagen auch endlich auf seinem Stoffhasen liegen durfte *hehe*.

Rodrigo hatte zu Beginn für Enten ganz untypische Eigenschaften! So versuchte er immer seinen Schnabel unter meinem Bauch oder unter meinen kleinen Flügeln zu verstecken zum Schlafen. Ich musste ihm dann zeigen, wie „echte“ Enten schlafen, nämlich: seinen Schnabel unter den eigenen Flügel legen, so wie ich es auch in den ersten zwei Tagen bei meiner Entenmama gesehen hatte. Ich würde meinen, dass ich ihm auch etwas dabei geholfen habe, seine Putztechnik zu optimieren, da er anfangs immer das Gleichgewicht verloren hat und umgefallen ist, wenn er sich sein Bäuchlein geputzt hat.  Jetzt sind wir in der Kategorie „Synchronputzen“ unschlagbar! Und nicht nur da! Wir sind auch das Schneckenvernichtungskommando vom Hof Schwechatbach. Wir liiiiiiiiiieben Nacktschnecken *mjamjamjam*. Und auch sonst sind wir ein super Team, beste amigos halt! Und Streit? Den gibt’s bei uns fast nicht. Außer: wir bekommen Nudeln als Leckerli, denn auf die fahren wir total ab. Aber das ist eine  andere Geschichte…